30 Aug 2018

Startschuss für Entwicklung der „Digitalen Plattform für kommunale Services“ (DIPKO)

Jetzt anmelden: Beginn der Open-Innovation-Phase am 17. September in Frankfurt

Stadtwerke und Kommunen haben ab September 2018 die Gelegenheit, gemeinsam mit anderen lokalen Akteuren und Dienstleistern im Rahmen von Open-Innovation-Projekten eine digitale Plattform zu entwickeln. Damit erhalten die Teilnehmer Zugang zu einem digitalen Geschäftsmodell, das es ermöglicht, innovative Services an einem Ort mit digitalen Kundenkonten zu vereinen.

Von der Idee bis zum Prototyp

Der erste Sprint der „Digitalen Plattform für kommunale Services“, kurz DIPKO, findet von 17. September bis 12. Oktober 2018 in Frankfurt (CoWorkPlay | Otto-Meßmer-Straße 1) statt. Im Fokus steht die „Digitale Marktbearbeitung“. Behandelt werden Themen wie die digitale Zählerstandserfassung, spartenübergreifende Loyalitätsprogramme und die Möglichkeit der Kombination bestehender Querverbundleistungen. Die erste Woche der insgesamt vier Wochen ist die Ideation-Phase, in der gemeinsam Ideen zu den Use Cases entwickelt und erste Lösungen formuliert und ausgearbeitet werden. Diese Phase endet mit einem schriftlichen Mock-up, das bereits auf seine Umsetzbarkeit geprüft ist. In den darauffolgenden drei Wochen wird dieses Mock-up in Mini Sprints in einen technischen Prototyp überführt.

„Diese Vorgehensweise ist das Besondere an der DIPKO“, sagt Stefan Walter, Senior Vice President Products and Development bei msg. „Denn bei uns wird nicht nur eine Idee erarbeitet, die theoretisch funktionieren könnte, wie das bei Innovation Sprints oftmals der Fall ist. Stattdessen prüfen wir auch die technische Umsetzbarkeit der Ideen und beweisen sie, indem wir gleich einen Prototyp erstellen. Jede Idee soll definitiv einen Mehrwert für die beteiligten Stadtwerke und Kommunen bieten und natürlich auch technisch realisierbar sein.“

Ein zweiter Sprint wird in der Zeit von 29. Oktober bis 23. November 2018 ebenfalls im Raum Frankfurt stattfinden. Hier lautet das Thema „Bäder und Freizeitangebote“. „In diesem Bereich ist die Digitalisierung kaum fortgeschritten, deshalb wird dieser Sprint ebenfalls sehr spannend“, sagt Stefan Walter. „Denn Eintrittskarten für Hallenbäder erhalten Besucher heutzutage meist immer noch am Automaten und benötigen dafür Kleingeld. Eine Idee könnte zum Beispiel ein digitaler Prozess sein, der es ermöglicht, die Karten online zu erwerben und per PayPal zu bezahlen. Der Zugang der Badegäste würde dann digital erfasst werden. Für den Betreiber hätte das den Vorteil, dass er wüsste, wer sein Bad nutzt. Damit wäre eine Vermarktung von Bündelprodukten oder ein intelligentes Kampagnenmanagement möglich. Den genauen Case legen natürlich unsere Teilnehmer fest.“


Digitale Geschäftsmodelle gemeinsam schneller umsetzen

DIPKO ist ein Gemeinschaftsprojekt von dem IT-Dienstleister msg, Fachleuten aus der Energiewirtschaft und der Energieforen Leipzig GmbH. Aktuell sind bereits einige Stadtwerke in Deutschland an dem Projekt beteiligt. Das übergeordnete Ziel ist, dass die Teilnehmer ihr Wissen bündeln und so innovative, digitale Geschäftsmodelle schneller entwickeln und bereitstellen können. Zu diesem Zweck sollen bestehende Leistungen auf einem digitalen Kundenkonto zusammengeführt werden. Information, Kommunikation und Interaktion der Bürger mit ihren Stadtwerken werden damit vereinfacht und gefördert.

Stadtwerke erwarten disruptive Veränderungen

In der Stadtwerkelandschaft werden grundlegende, disruptive Veränderungen aktuell bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 35 Prozent erwartet. Das ergab eine Expertenbefragung unter Stadtwerken und regionalen Energieversorgungsunternehmen, die von dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft und dem Prüfungs- und Beratungsunternehmen Ernst & Young in diesem Jahr durchgeführt wurde. Befragt wurden 193 Geschäftsführer und Vorstände in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Wahrscheinlichkeit einer evolutionären Entwicklung, die jedoch in kundennahen Geschäftsfeldern auch disruptiv vonstattengehen wird, liegt nach Ansicht der Befragten sogar bei 36 Prozent.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass Stadtwerke und Kommunen jetzt handeln sollten. Denn das dynamische Wettbewerbsumfeld fordert von den kommunalen Dienstleistern eine neue, digitale Produktpalette. Eine Plattform, die innovative Services an einem Ort mit digitalen Kundenkonten vereint, könnte die Lösung sein“, so Stefan Walter.

Stadtwerke und Kommunen können sich unter info@dipko.de für die DIPKO-Sprints anmelden.