23 Jan 2019

Stadtwerke werden zu digitalen Serviceprovidern – Bäder und Freizeitangebote im Fokus

Veränderte Geschäftsprozesse, innovative Geschäftsmodelle und digitale Technologien bestimmen schon heute das Handeln der kommunalen Unternehmen. Rund die Hälfte aller Stadtwerke sieht deshalb ihre strategische Zukunft als Anbieter von digitalen Dienstleistungen. Das belegt eine aktuelle Studie des Consultingunternehmens PwC (PricewaterhouseCoopers).

Insbesondere das Thema „Bäder und Freizeitangebote“ stellt ein aussichtsreiches Innovationsfeld für Versorgungsunternehmen dar. Während die Digitalisierung in diesem Bereich noch kaum fortgeschritten ist, bieten innovative Lösungen hier eine optimale Möglichkeit, um Leistungen zu emotionalisieren und Kunden zu binden.

„Aus zahlreichen Gesprächen mit kommunalen Versorgern weiß ich, dass die Digitalisierung von Bädern und Freizeiteinrichtungen eine zentrale Herausforderung darstellt. Gleichzeitig verspricht sie einen großen Mehrwert für Stadtwerke und ihre Kunden“

Mirco Pinske, Lead Project Manager bei msg und Mitgründer der DIPKO
DIPKO Open Innovation Teilnehmer

Der im Dezember 2018 gestartete zweite Innovationssprint zur Entwicklung der „Digitalen Plattform für kommunale Services“ (DIPKO) fokussiert deshalb konkrete Lösungsansätze rund um das Thema „Bäder und Freizeitangebote“. Gemeinsam mit drei teilnehmenden Stadtwerken wurden im Rahmen einer Ideation-Phase zunächst verschiedene Ideen zu kundenzentrierten Digitalangeboten diskutiert und mittels bewährter Innovationsmethoden evaluiert. Den größten Mehrwert für sich und ihre Kunden sahen die Teilnehmer schließlich in der Umsetzung eines volldigitalen Eintritts- und Buchungsprozesses für kommunale Bäder- und Freizeiteinrichtungen. Dabei sollen Kunden in Zukunft die Möglichkeit haben, ihre Eintrittskarte schnell und bequem online zu erwerben. Auch Buchungen für Schwimmbadkurse oder regionale Veranstaltungen sollen unkompliziert und digital über die DIPKO-Plattform abgewickelt werden.

Der Kundennutzen wird so deutlich gesteigert. Weiterhin verspricht die Lösung Stadtwerken deutliche Kosteneinspar- und Kundenbindungspotenziale. Denn zum einen entfallen durch ein digitales Eintritts- und Buchungsmanagement die Kosten für Automatenbetrieb und Bargeldmanagement. Zum anderen können die generierten Kundendaten für die Vermarktung von Bündelprodukten sowie ein intelligentes Kampagnenmanagement genutzt werden.

Aktuell wird die grafische und technische Ausgestaltung dieser Lösung definiert. Der im offenen Austausch entwickelte Prototyp gilt dann als Basis für die Umsetzung auf der DIPKO-Plattform.